Leuchtturm Dagebüll

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Bezeichnung: Dagebüll-Koog Unterfeuer

Leuchtturm Dagebüll-Koog

Nummer: gelöscht
Position: 54°43'31''N - 08°41‘59''E
Optik: Volllinse
Kennung: Iso 4 s
Bauwerkhöhe: 15,20 m
Feuerhöhe: 10,30 m
Tragweite: weiß 17 sm
Betriebszeit: 1929 - 01.07.1988
Foto: April 2010

Der viereckige Leuchtturm von Dagebüll steht hinter dem Deich, etwa 800 m vom ostsüdöstlich vom Hafen, in der Nähe des Betriebshofs der Hallig-Lorenbahn Dagebüll-Oland-Langeneß.

Das gegossene Fundament ist auf 36 Holzpfählen gegründet, die sieben Meter tief durch die Moor- und Feinsandschichten bis in den Grund aus grobem Sand hinabgetrieben wurden. Darauf mauerte man mit Backsteinen einen rotbraunen, zweigeschossigen Turm auf einen Sockel aus Feldsteinen. Besonders markant ist die gemauerte achteckige Laterne mit der schwarzgrünen Kupferkuppel.

Der Leuchtturm hat ursprünglich in Verbindung mit einem 460 m entfernten Oberfeuer das Dagebüller Fahrwasser bezeichnet. Diese Richtfeuerlinie hat den Schiffen die enge Zufahrt in den Hafen von Dagebüll ermöglicht. Mit der Elektrifizierung im Jahr 1952 erhielt das Unterfeuer eine doppelte Glühlampe als Lichtquelle, die eine Lichtstärke von 33.000 erzielte. Nach der Deicherhöhung im Jahr 1980 wurde der Turm um ein Geschoss auf 15,20 m erhöht und gleichzeitig restauriert.

Das seit 1980 automatisch betriebene Unterfeuer wurde, wie alle Leuchtfeuer an der Westküste Schleswig-Holsteins, von der Fernschaltzentrale in Tönning überwacht. Wegen der morphologischen Verlagerung des Fahrwassers wurde die Richtfeuerlinie Dagebüll im Juni 1988 gelöscht und der 21 m hohe Stahlgittermast des Oberfeuers abgerissen. Stattdessen sorgt ein Leitfeuer im Hafen von Dagebüll mit einer hochwirksamen Lichtkanone für den sicheren Weg in den Hafen. Heute steht der Leuchtturm unter Denkmalschutz und dient nur noch als Landmarke und zur Orientierung für die Besucher der Halligen Oland und Langeneß.

 

 

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Letzte Änderung: 23.06.2011