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Der achteckige Ziegelturm mit seinem 5,3 m
hohen Laternenhaus aus Glas und kupfernem Kuppeldach steht in der Mitte der
Insel Norderney auf einer 10 m hohen Düne. Anfangs wurde das Feuer mit einer
fünfdochtigen Petroleumlampe betrieben. 1930 hat man den Turm elektrifiziert und
als Lichtquelle diente eine elektrische Glühlampe mit einer Leistung von 1000
Watt. Acht Jahre später schloss man den Turm an das Stromnetz der Insel an und
baute eine 2000 Watt Lampe ein, die eine Lichtstärke von 411.000 cd erzeugte. Seit
März2004 wird eine 400 Watt Halogendampflampe
(HQI-T 400 W/N) mit einer Lichtstärke von 496.000 cd und einem zweifach Lampenwechsler
mit integrierten Zünd- und Vorschaltgeräten verwendet. Die Lebensdauer der
Halogenlampe beträgt ca. 10.000 Stunden, was die Wartungsintervalle und damit
die Kosten gegenüber einer Glühlampe deutlich reduziert. Bis 1959 erfolgte die Drehung der
Optik durch ein im Turmschacht aufgehängtes Gewicht von 200 kg, dass von den
Leuchtturmwärtern täglich mit einer Winde aufgezogen werden musste. Nach 1959
wurde die Drehung der Optik elektrisch angetrieben. Die Umlaufgeschwindigkeit
der Drehlinse beträgt 360° / 72s = 5 Grad pro Sekunde. Seit 1981 wird der
Leuchtturm von der Verkehrszentrale Ems an der Knock
bei Emden ferngesteuert und überwacht. Eine
Wendeltreppe mit 253 Stufen führt zur Aussichtsplattform, von wo aus man an
klaren Tagen mit guter Fernsicht die Inseln Juist, Borkum, Langeoog und
Spiekeroog mit bloßem Auge ausgemacht kann. Bei großen Windstärken schwankt der
Turm an der Spitze bis zu 40 cm.
Die Deutsche Post brachte am 02. Juli 2009
eine 45 Cent Sonderbriefmarke heraus, auf dem der Norderneyer Leuchtturm
abgebildet ist. |