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Da viele Schifffahrtslinien der westlichen Ostsee
dicht an Fehmarn vorbeiführen, wurde an jeder Ecke der Insel, auch „Huk“
genannt, ein ein Leuchtturm aufgestellt. Im Südwesten der
Ostseeinsel Fehmarn, an der Südwesthuk, wurde 1872 ein 16 m hoher
Leuchtturm erbaut. Neben dem alten Turm entstand den Jahren 1914/15
ein neuer, 38 m hoher, achteckiger Steinturm aus gelben Ziegeln mit
eiserner Laterne und doppelter Galerie. 1977 wurde der Turm mit
rot-weißen Kunststoffplatten verkleidet.
Die im Laternenhaus aufgestellte Gürtelleuchte wurde zuerst mit
Benzolglühlicht, später mit Gasglühlicht betrieben. Seit 1954 ist
die Anlage an das öffentliche elektrische Netz angeschlossen.
Ein Dieselnotstromaggregat steht zur Notstromversorgung bereit. Erst
wurden einfache Glühfadenlampen verwendet, die im Takt der
Kennung an und ausgingen. Anfang 2000 wurden die Glüh- gegen 400 W
HQL-Lampen ausgewechselt, die nun ständig an ist und um die sich in
der Linse schwarze Blenden bewegen, die im Takt der Kennung das
Licht verdunkeln. Im Hauptfeuer befinden sich 2 Lampen, wobei nur
eine leuchtet. Fällt diese aus, rutscht die zweite auf einem
Schlitten in den Focus und erfüllt die Funktion der ersten.
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Im Jahre 1981 wurde die Steuerung automatisiert -zuerst über Funk
und seit 2000 über Telefonmodem. Die Schalt- und Überwachungsstelle
ist die Revierzentrale des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Lübeck -
Travemünde.
In Verbindung mit dem
Feuer Strukkamphuk wird ein Richtfeuer in der Feuerlinie 305°
betrieben. Als Oberfeuer wird hierfür auf dem Leuchtturm Flügge eine
24 V / 250 W Halogenlampe eingesetzt. Beide Leuchtfeuer markieren so
die östliche schmale Einfahrt in den Fehmarnsund und weisen der
Schifffahrt den Weg durch zwei Untiefen.
Der Leuchtturm Flügge ist einer der wenigen Feuertürme, die auch
tagsüber in Betrieb sind.
Im Gegensatz zu allen anderen Fehmarner Leuchttürmen, die nicht zu
besichtigen sind, kann dieser Turm von Dienstag bis Sonntag von 9 Uhr bis 15 Uhr
besucht werden. 162 Stufen führen auf die Aussichtsplattform, von wo man
einen weiten Ausblick auf den Fehmarnsund und große Teile der Insel
hat. Der Leuchtturm Flügge ist baugleich mit dem Leuchtturm Neuland.
Seit 2006 wird der Leuchtturm Flügge auch als Standesamt genutzt.
Von Juli bis September bietet das Standesamt der Stadt Fehmarn jeden
Montag Trauungen an. |