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Der neue sechsgeschossige, 35 m hohe Klinkerturm
wurde direkt neben dem alten Turm auf einem achteckigen
Granitunterbau errichtet, auf dem eine zweigeschossige Laterne mit
zwei Umgängen und einem kupfernen Kegeldach montiert wurde. Als
technisch einmalig gilt das quecksilbergelagerte
Drehlinsen-Blitzfeuer, dass anfangs noch mit einer
Öllichtquelle betrieben wurde. Später wurde sie durch zwei
Kohlebogenlampen und 1995 gegen eine Halogenmetalldampflampe
ausgetauscht. Das weiße Licht ist
durch davor angeordneten Fresnelschen
Linsen 22 Seemeilen weit sichtbar. Das bisherige Quecksilberlager
wurde durch ein Kugellager ersetzt.
Außerhalb der Laterne sind drei seitlich
montierten 100-Watt Vogelschutzlampen angebracht, damit sich die
durch das Feuer geblendeten Vögel besser orientieren können und
nicht gegen den Turm prallen.
Beide Leuchttürme und das angrenzende Leuchtturmwärterhaus wurden
zwischen
1990 und 1994 saniert und sind heute viel besuchte Touristenziele
auf Rügen. Im Leuchtturmwärterhaus finden wechselnde
Sonderausstellungen zur Schifffahrtsgeschichte und zum
Seenotrettungswesen statt. Im alten Leuchtturm befindet sich heute
ein Museum.
Auf jedem Turm befindet sich eine
Aussichtsplattform, von welchen man einen ungehinderten Blick über
Rügen und insbesondere die Halbinsel Wittow hat.
Die Nebelsignaleinrichtung befindet sich in der Nähe des nördlichen
Punktes des Kaps. Die Kompressoren und das Nebelhorn stammten aus
der Maschinenfabrik Otto Lilienthals.
Der alte Schinkelturm und der neue Leuchtturm Arkona wurden zusammen auf
einer 35 Pfennig Briemarke der DDR abgebildet. |