Gürtellinsen

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GürtellinseDie Fresnel-Linse (Gürtellinse) wurde um 1822 von dem französischen Physiker Augustin Jean Fresnel anfänglich für Leuchttürme entwickelt. Dadurch wurde eine höhere Lichtausbeute möglich. Die Strahlenablenkung erfolgt senkrecht zur Rotationsachse in der Regel in die Horizontale und das Licht strahlt in alle Richtungen gleich hell.

Kleinere Gürtellinsen werden heute gepresst oder im Schleuderverfahren bei rotierender Form hergestellt. Größere Gürtellinsen werden aus einzelnen, konzentrisch geschliffenen Kreisringen in einen Metallrahmen zusammengesetzt.

Diese Gürtellinse 6. Ordnung stammt aus dem Bestand des Seehydrographischen Dienstes der DDR. Vermutlich war sie zuletzt auf einem dortigen Tonnenhof eingelagert und wurde ausgemustert. Die Gürtellinse wurde nach der Jahrtausendwende vom Museum für Wattenfischerei in Wremen dem Heimatmuseum Borkum abgekauft und steht seitdem im Wremer Museum. Die Linse ist 43 cm hoch und hat zweimal fünf ringförmige Stufen. Die Gürtellinse ist nach Aussage des Heimatvereins Borkum keinem Leuchtturm mehr zuzuordnen, da es etliche baugleiche dieser Linsen gab/gibt.

Unterteilung von Gürtellinsen in Ordnungen

Ordnung Brennweite (mm) Höhe (mm) Masse (kg)
1 920 2590 5800
2 750 2069 1600
3 500 1576 900
4 250 722 200-300
5 183 541 120-200
6 150 433 100

Große Gürtellinsen mit großer Brennweite ergeben bei gleicher Lichtquelle ein helleres und weiter reichendes Licht als kleine Linsen mit kurzer Brennweite.

Gürtellinse (Fresnellinse)

Die Skizze zeigt den Aufbau einer Gürtellinse mit konzentrischen Ringen. Die Ringe haben eine Art Stufe in dem sich die Materialstärke verringert. Das Licht, dass durch diese Stufen tritt, wird gebrochen und umgelenkt.

 

 

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