Leuchtfeuer Langlütjennordsteert

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Typ: Quermarkenfeuer Leuchtfeuer Langlütjennordsteert
Internationale Nr. B1226 ex.
ARLHS: FED 304 ex.
Position: 53°41'11" N - 08°20'40" E
Weser-km 87,1
Kennung: Fl 4s
Bauwerkshöhe: 16 m
Feuerhöhe: 11 m
Tragweite: W 6 sm
Betriebszeit: 1930 bis März 2001
Foto: Juni 2015

Der kesselförmige, gelbe Laterneaufsatz mit Galerie und gelbem Kegeldach stand auf einem schwarzen Dreibein am Ende des Leitdamms Langlütjen, nordwestlich der Fahrwassertonne 37.

Die ursprünglich rote Leuchtbake wurde 1929 von der Julius Pintsch AG aus Fürstenwalde hergestellt. Die Laterne war von 1953 bis 1981 schwarz gestrichen und erhielt erst danach den gelben Anstrich.
Das Quermarkenfeuer Langlütjennordsteert zeigte den Abzweig zum Fahrwasser nach Fedderwardersiel an. Nach einer Fahrwasserverlagerung wurde das Leuchtfeuer im März 2001 gelöscht und die Optik entfernt. Anschließend diente der gelbe Turm nur noch als Tagessichtzeichen.
Der kleine Mini-Leuchtturm wurde unter Denkmalschutz gestellt. Rund 1700 m nördlich steht sein roter Zwilling Robbennordsteert.
Im September 2023 begannen die Arbeiten zum Verlängern des Leitdammes Langlütjennordsteert. Am 9. Oktober 2023 wurde der alte Feuerträger durch den Schwimmkran "BHV Athlet" abmontiert und auf dem Tonnenhof in Bremerhaven zwischengelagert.
Die Tourismusgesellschaft Kap Arkona mbH auf Rügen und der Förderverein Kap Arkona e.V. wollten die historisch wertvolle Leuchtbake Ende 2023 nach Rügen transportieren und an der Stelle wieder aufbauen, wo früher der alte Museumsleuchtturm Ranzow stand. Doch beim Aufladen auf einen Tieflader zerbrach der vom Salzwasser stark angegriffene Turm.
Da eine Reparatur zu aufwendig erschien, ließ man einen ähnlichen Turm dieser Leuchtturmserie nachbauen. Auch dieser Turm wurde in Segmenten gebaut, allerdings aus Stahl und nicht aus Gusseisen. Das Kupferdach stammt vom Leuchtturm Langlütjennordsteert und war das einzige Teil, das von ihm noch gerettet werden konnte. Das Laternengehäuse wurde pulverbeschichtet und erhielt eine neu gebaute Umlaufblende. Die 1 m hohe Gürtellinse 4. Ordnung ist eine Leihgabe vom Deutschen Technikmuseum Berlin. Der Leuchtturmnachbau kann im Freiflächenmuseum von Kap Arkona besichtigt werden.

 

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