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Die ursprünglich rote Leuchtbake wurde 1929 von der Julius Pintsch AG aus
Fürstenwalde hergestellt. Die Laterne war von 1953 bis 1981 schwarz gestrichen
und erhielt erst danach den gelben Anstrich. Das Quermarkenfeuer Langlütjennordsteert zeigte den Abzweig zum Fahrwasser nach
Fedderwardersiel an.
Nach einer Fahrwasserverlagerung wurde das Leuchtfeuer im März 2001 gelöscht und die Optik entfernt.
Anschließend diente der gelbe Turm nur noch als Tagessichtzeichen. Der kleine
Mini-Leuchtturm wurde unter Denkmalschutz gestellt. Rund 1700 m nördlich steht sein roter Zwilling
Robbennordsteert. Im September 2023 begannen die Arbeiten zum Verlängern
des Leitdammes Langlütjennordsteert. Am 9. Oktober 2023 wurde der alte
Feuerträger durch den Schwimmkran "BHV Athlet" abmontiert und auf dem Tonnenhof
in Bremerhaven zwischengelagert. Die Tourismusgesellschaft Kap Arkona mbH auf
Rügen und der Förderverein Kap Arkona e.V. wollten die historisch wertvolle
Leuchtbake Ende 2023 nach Rügen transportieren und an der Stelle wieder
aufbauen, wo früher der alte Museumsleuchtturm
Ranzow stand. Doch beim Aufladen auf einen Tieflader zerbrach der vom
Salzwasser stark angegriffene Turm. Da eine Reparatur zu aufwendig erschien,
ließ man einen ähnlichen Turm dieser Leuchtturmserie nachbauen. Auch dieser Turm
wurde in Segmenten gebaut, allerdings aus Stahl und nicht aus Gusseisen. Das
Kupferdach stammt vom Leuchtturm Langlütjennordsteert und war das einzige Teil,
das von ihm noch gerettet werden konnte. Das Laternengehäuse wurde
pulverbeschichtet und erhielt eine neu gebaute Umlaufblende. Die 1 m hohe Gürtellinse 4.
Ordnung ist eine Leihgabe vom Deutschen Technikmuseum Berlin. Der Leuchtturmnachbau kann im Freiflächenmuseum von Kap Arkona besichtigt werden. |