Warnfeuer an der Messstation Nienhagen

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Typ:

Warnfeuer

Warnfeuer Nienhagen

Arbeitsplattform Nienhagen

Internationale Nr. C1403
Deutsche Nr. 212200
Position: 54°10'29" N - 11°56'37" E
Kennung: Fl (5) Y 20s
Inbetriebnahme: Juli 2010
Foto: Mai 2014,  April 2019
Die gelbe Plattform mit der Messstation steht auf drei gelben Pfeilern an einem künstlichen Riff in 11 Meter Wassertiefe, ca. 1100 Meter vom Badestrand des Ostseebades Nienhagen entfernt. Auf dem Dach der Plattform ist eine gelbe Blitzlampe für die Schifffahrt installiert.
Die Forschungsstation wird vom Staatliches Amt für Umweltschutz mit dem Ziel betrieben, die fischereiliche Wertigkeit im Ostseegebiet von Mecklenburg-Vorpommern durch die Errichtung künstlicher Unterwasserlebensräume zu erhöhen.
Das 50.000 m² große Riff wurde aus rund 1400 Betonelementen und ca. 2500 Tonnen Naturstein errichtet. Die fischereiliche Untersuchungen werden mit Unterwasser-Videoanlagen beobachtet und die Daten an die Universität Rostock übermittelt.
Das Forschungsprojekt wird mit Landesmitteln und Mitteln der EU finanziert.
Am Riff Nienhagen hat sich mit der Bewuchsentwicklung der Biomasse aus Muscheln, Seepocken und Algen auf den künstlichen Strukturen die Artenvielfalt deutlich erhöht. Fische als auch Pflanzen in großer Vielfalt haben sich angesiedelt - vor allem der Dorsch, für den das Riff zu einer Kinderstube geworden ist.
Auf dem unteren Bild kann man deutlich sehen, wie die Arbeitsplattform durch den Vogelkot immer heller wird - vor allem die Solarkollektoren auf dem Dach müssen oft gereinigt werden.
Im Mai 2021 nahmen die Rostocker Forscher ein zusätzliches Unterwassertestfeld in Betrieb, bei dem maritime Technik getestet und langfristig ein digitales Labor entwickelt werden soll.

Auf der Webseite https://www.riff-nienhagen.de wird umfassend und aktuell über das Forschungsprjekt informiert.
Telemetriemast Nienhagen

Telemetriemast Nienhagen

Telemetriemast Kreuzgelenk

Masthöhe: 15 m
Betriebszeit: 1998 - Mai 2010
Fotos: Oktober 2020

Als Vorgänger der Forschungsplattform wurde 1998 dieser Telemetriemast aus GfK von Wissenschaftlern der Uni Rostock für eine videooptische Langzeitbeobachtung unter Wasser konstruiert und an der Küste vor dem Ostseebad Nienhagen an einem drei Tonnen schweren Stahlgussfundament mit Kreuzgelenk aufgestellt. Das Kreuzgelenk ermöglichte dabei eine flexible Reaktion auf den Wellengang der Ostsee.
An der Spitze ist eine orangefarbige Warnleuchte für die Schifffahrt angebracht.
Als Energieversorgung dienten eine 130 Ah Batterie, die von vier Sonnenkollektoren (75 Watt) und einem 300 Watt Windgenerator gespeist wurde. Der gelbe Mast trägt im oberen Teil die Aufschrift "ODAS", eine Bezeichnung für Messbojen im Rahmen des Meeresmonitoring. Die Beobachtungsstation übermittelte über eine 9 km lange Video- und Datenfunkstrecke Bilder von mehreren Unterwasser-Kameras nach Rostock-Warnemünde.

Im Mai 2010 wurde der Telemetrie-Neigungsmast abgebaut und an gleicher Stelle durch die neue und technisch verbesserte Forschungsplattform ersetzt.
Der Telemetriemast Nienhagen steht seit Mai 2011 als Anschauungsobjekt im Deutschen Meeresmuseum NAUTINEUM auf dem Dänholm bei Stralsund.

 

 

 

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