Ansteuerungstonne Elbe

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Über 170 Jahre lang markierten bemannte Feuerschiffe als schwimmende Leuchttürme in der Deutschen Bucht den äußeren Eingang zur Elbmündung und sicherten die gefährliche Navigation durch die Sandbänke. Da es bei Orkanen immer wieder zu Kenterungen mit Todesfällen kam, wurde am 22. April 1988 das letzte bemannte Feuerschiff auf der Station "ELBE 1" durch ein unbemanntes Feuerschiff (UFS) auf der Position "ELBE" ersetzt. Seit der Außerdienststellung liegt die "ELBE 1" als Museumsschiff in Cuxhaven. Als UFS II im Dezember 1999 während eines Orkans kenterte und schwer beschädigt wurde hat man es gegen eine Leuchttonne ausgetauscht.
Seitdem ist die Ansteuerungstonne "ELBE" der zentrale Ansteuerungspunkt an der Elbmündung und markiert den Beginn des Hauptfahrwassers der Elbe in Richtung Hamburger Hafen. Sie ist vertikal rot-weiß gestreift und trägt einen roten Ball als Toppzeichen (IALA-A). Die bakenförmige Leuchttonne ELBE muss mit einem Mindestabstand von 800 Meter passiert werden.
Bezeichnung: ELBE Ansteuerungstonne Elbe
NGA-Nr. 10424
Position: 53°59'57,5" N - 8°06'30,5" E
Kennung: Iso.W. 10s
Horn: Mo.(R ) ev. 30s
Racon: T(–),  8 sm,  (3 & 10 cm)
Inbetriebnahme: April 2000
Seit Juni 2025 wird für die Ansteuerungstonne "ELBE" ein synthetisches AIS-AtoN (Aid-to-Navigation) ausgesendet, das die Tonne in elektronischen Seekarten markiert.
Ein synthetisches AIS-AtoN ist eine Navigationshilfe, die keinen eigenen AIS-Sender besitzt. Stattdessen wird die AIS-Kennung von einer entfernten, meist landgestützten Station ausgesendet, um die Position exakt auf elektronischen Seekarten darzustellen.

Ansteuerung Elbe

Die westliche Zufahrt von der Deutschen Bucht erfolgt vom unbemannten Feuerschiff (UFS) "German Bight" aus über die rot-weißen Mitte-Fahrwasser-Tonnen E1, E2 und E3 bis zur Ansteuerungstonne Elbe, wo auch die Lotsenversetzposition liegt.

Das weitere Fahrwasser bis Hamburg Altona ist von See kommend auf der Backbordseite mit 72 roten Tonnen (2 bis 136) und auf der Steuerbordseite mit 72 grünen Tonnen (1 bis 135) gekennzeichnet. An besonders markanten Stellen gibt es Tonnen mit der gleichen Nummer, die dann mit den Buchstaben a, b und c unterteilt werden. Die vorwiegend befeuerten Tonnen sind meist als Paar (Torfeuer) ausgelegt und haben Radarreflektoren.
Durch morphologische Änderungen des Elbefahrwassers, die durch Sedimenttransport und Strömungen verursacht werden, müssen die Fahrwassertonnen von Zeit zu Zeit verlegt werden.

Das Bild rechts zeigte die Steuerbordtonne 135-KS1 an der Einfahrt zum Köhlbrand, bei Stromkilometer 626.

Tonne 135-KS1

  

  Koordinaten Bezeichnung Kennung  
1. 54°10’46,2“N
07°27’31,2“E
UFS German Bight Iso. W. 8s Unbemanntes Feuerschiff
2. 54°10'48,7"N
07°32'55,3"E
E 1 Iso. W. 4s Fahrwassermitte-Tonne
3. 54°07'12,4"N
07°43'46,6"E
E 2 Iso. W. 8s Fahrwassermitte-Tonne
4. 54°03'35,6"N
07°54'36,4"E
E 3 Iso. W. 4s Fahrwassermitte-Tonne
5. 53°59'57,5"N
08°06'30,5"E
Elbe Iso. W. 10s Ansteuerungstonne
Südlich der Ansteuerungstonne ELBE warnen diese vier schwarz-gelben Kardinaltonnen von West nach Ost vor Gefahrstellen und begrenzen das südliche Fahrwasser.
1. 53°57'06,5"N
08°00'00,0"E
Nordergründe-N VQ. W. 0,6s Gefährliches Seegebiet mit Sandbänken.
2. 53°58'07,0"N
08°06'40,3"E
Westertill-N Q. W. 1s Erste Tonne der südlichen Seitenbegrenzung des beginnenden VTG "Elbe Approach".
3. 53°58'30,4"N
08°08'44,5"E
Scharhörnriff-W Q(9). W. 15s Gefährliches Riffgebiet westlich der Insel Scharhörn.
4. 53°58'57,4"N
08°11'10,7"E
Scharhörnriff-N Q. W. 1s Gefährliches Riffgebiet westlich der Insel Scharhörn.

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