Nach dem Ersten Weltkrieg fiel Nordschleswig 1920 an Dänemark. Nach der
Volksabstimmung in Schleswig wurde der Grenzverlauf zwischen Deutschland und
Dänemark im Jahr 1920 neu bestimmt. Dazu wurden auf der 68 km langen
Landgrenze 280 mit laufenden Nummern versehene Granitgrenzsteine gesetzt. In
Moor- und Feuchtgebieten wurden Eichenpfähle mit Zinkkappen verwendet und auf
dem Ruttebüller See ist die Grenzlinie mit roten Bojen gekennzeichnet. Den Verlauf
der 70 km langen Seegrenze sowie die Grenzlinien im Wattenmeer (wie dem Lister Tief oder
Hoyer Tief) markieren Grenzbaken und östlich von List gelbe Tonnen. Die
Grenzbaken auf Sylt sind metallene Konstruktionen mit großen, signalroten
Dreiecken als Tagmarken. Auch in Sand- und Wattgebieten südlich von Ribe wurden
Baken mit viereckigen Tafeln als Toppzeichen aufgestellt, deren Peillinien den
Grenzverlauf definieren. Die
Grenzbaken und Grenzsteine werden alle zehn Jahre von einer
gemeinsamen deutsch-dänischen Grenzkommission inspiziert. Letztmalig fand dies
zum 100 Jubiläum am 28. und 29. August 2024 statt. |
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Name:
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Sieltoft-Unterbake Nr. 1 a |
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Position: |
54°54'41,6" N - 08°38'08,0" E |
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Fotos: |
September 2026 |
Am Wattufer im Rickelbüller-Koog wurde am Übergang vom westlichsten
Festlandspunkt der Grenzlinie in die Nordsee ein rotweiß gestreifter
Vierkantmast aus Stahl mit Dreieckstoppzeichen △
gesetzt. Die Unterbake 1a wurde im Jahr 2002 nach Abschluss der Deicherhöhung erneuert und seeseitig verlegt.
In direkter Nachbarschaft befindet sich der Grenzübergang Norddeich-Siltoft für
Radfahrer und Fußgänger. Der 1,50 Meter hohe dänische Wildschweinzaun wurde
2019 an der deutsch-dänischen Grenze von der Ost- bis zur Westküste errichtet und
reicht bis ins Wattgebiet. Der Zaun soll die Afrikanische Schweinepest
fernhalten. |
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Name: |
Sieltoft-Oberbake Nr. 1 b |
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Position: |
54°54'40,2" N - 08°38'18" E |
Die Oberbake besteht aus einem rotweiß gestreiften Vierkantmast aus Stahl mit
Dreieckstoppzeichen ▽. Die beiden hintereinander stehenden Grenzbaken (Ober- und Unterbake) markieren
in Deckung, eine exakte Grenzlinie auf dem Wasser. Die
Grenzbaken Siltoft werden als offizielle Grenzbaken mit der Nr. 1 an der
deutsch-dänischen Grenze bezeichnet. Sie markieren den deutsch-dänische
Grenzverlauf im Lister- und Hoyer-Tief bis zum Festland und dienen den Schiffen zur Orientierung. Die Oberbake 1b wurde im Jahr 2002 erneuert
und auf die Deichkrone verlegt. |
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Name: |
Deutsch-dänischer
Grenzstein 280 |
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Position: |
54°54'41,6" N - 08°38'07,9" E |
Vor der Oberbake steht der westlichste und letzte Grenzstein mit der
Nummer 280. Nur der erste und der letzte Grenzstein zeigen das Datum: 15.6.1920,
den Tag an dem Sønderjylland / Nordschleswig wieder an Dänemark übergeben wurde.
Am Grenzübergang Siltoft verläuft die Grenzlinie im Zickzack direkt über und
durch die Straße. Die Steine sind deshalb teilweise mitten in den Asphalt der
Fahrbahn eingelassen. Auf den historischen Grenzsteinen aus Granit und in
die Straße eingelassenen Steinplatten dieser Region steht auf der einen Seite
ein 'D' für Dänemark und auf der anderen Seite das Kürzel 'DRP'. Die drei
Buchstaben DRP stehen für Deutsches Reich Preußen (historisch auch als Deutsche
Republik Preußen interpretiert). Sie markieren die Grenze, wie sie nach der
Volksabstimmung im Jahr 1920 festgelegt wurde. |
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Gedenkstein "Deutsch-dänischer Deich" |
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Position: |
54°54'40,2" N - 08°38'18,7" E |
Alle 10 Jahre werden die Höhen der Landesschutzdeiche gemessen. Da sich die
Deiche unterschiedlich stark setzen können, ergibt sich ein unregelmäßiger
Höhenverlauf. Für den Rickelbüller-Koog ergeben sich ein Mittelwert von 7,60 m,
ein Höchstwert von 7,86 m und ein Mindestwert von 7,20 m. Die Vermessung sowie
Profilaufnahmen erfolgen durch ein satellitengestütztes Messsystem.
Der Deich am Rickelsbüller Koog schützt das dahinterliegende Naturschutzgebiet. Der
Deichschluss erfolgte im Jahr 1982, wodurch der rund 535 Hektar große deutsche
Teil des Koogs vom Salzwasser abgekoppelt wurde. 1997 wurde an einem Parkplatz
ein Infopavillon errichtet, das über die vorkommenden Vogelarten informiert.
Am Deichaufgang erinnert ein Denkmal an die gemeinsame Errichtung des deutsch-dänischen Deichbauwerks von 1979 bis 1982. |
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Folgende
Grenzbaken auf beiden Seiten des Lister und Hoyer Tiefs, auf den Inseln Sylt und
Rømø sowie auf dem Festland kennzeichnen die Deutsch-dänische Grenze:
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