Geodätische Sichtweite - Feuer in der Kimm

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Die Tragweite ist der Abstand eines Leuchtfeuers, der mit bloßem Auge bei Dunkelheit gerade noch wahrnehmbar ist.

Die Nenntragweite eines Leuchtfeuers ist die Tragweite bei festgelegten Normbedingungen, die sich unter der Voraussetzung einer homogen getrübten Atmosphäre bei einem Sichtwert von 0,7411 (Sichtweite = 10 Seemeilen) ergibt. Die Farbe des Lichts wird dabei ebenfalls mitberücksichtigt. Eine Rotfärbung verringert die Tragweite auf etwa 80 %, eine Grünfärbung auf 70 % gegenüber weißem Licht. In Leuchtfeuerverzeichnissen und in Seekarten wird ausschließlich die Nenntragweite angegeben.

Die geodätische Sichtweite hängt von der eigenen Augenhöhe und der Feuerhöhe ab. Die Augenhöhe ist dabei der Abstand der Augen von der Wasseroberfläche. Je höher sich das Leuchtfeuer über dem Wasserspiegel befindet, desto weiter ist es sichtbar. Die theoretische Reichweite eines Leuchtfeuers nimmt mit der Wurzel der Turmhöhe zu. Darum werden die Leuchttürme meistens auf einem Hügel oder einer Düne errichtet.

Feuer in der Kimm

Die Kimm ist die Horizontlinie zwischen Meer und Himmel. Erscheint ein Leuchtfeuer bei Annäherung zum ersten Mal oder bei Entfernung letztmalig über der Kimm, lässt sich die Distanz zu diesem Feuer errechnen. Abstand vom Beobachter zum Leuchtfeuer:  D [sm] = 2,075 * (√ Augenhöhe h [m] + √ Feuerhöhe H [m]).

Die Grafik zeigt bei einer bestimmten Feuerhöhe die Sichtweite für verschiedene Augenhöhen und zwar unter Berücksichtigung der terrestrischen Strahlenbrechung bei durchschnittlichen atmosphärischen Verhältnissen.

Sichtweite in Seemeilen

Entfernung zum Horizont berechnen

Augenhöhe in Metern: (Komma als Punkt)
 
Distanz zum Horizont: (Seemeilen)
(Kilometer)
    

 

 

 

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