Leuchtturm Moritzburg

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Position:

51°10'06" N - 13°42'35" E

Leuchtturm Moritzburg

Bauwerkhöhe:

21,80 m

Baujahr: 1775 - 1776  
Foto: April 2015

Der Leuchtturm Moritzburg steht auf einer 50 Meter langen Mole am Bärnsdorfer Großteich. Zwei Kilometer westlich steht mitten im Schlossteich das Schloss Moritzburg.

Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen hatte eine Vorliebe für die Küste. Er ließ nach Plänen des Architekten Pöppelmann am Niederen Großteich die Mole mit steinernen Pollern, dem Leuchtturm sowie eine Hafenanlage mit allem Drum und Dran bauen. Historischer Hintergrund war die Schlacht bei den Dardanellen aus dem Jahre 1770. Auf der Molen waren Kanonen aufgestellt und zur Nachstellung der Schlacht auf dem Großteich ließ der Kurfürst mehrere Kriegsschiffe nachbauen.

Der pagodenhafte Binnenleuchtturm ist eine massive Steinkonstruktion mit einem sich nach oben hin leicht verjüngenden Durchmesser von rund sechs Metern. Das Leuchtfeuer beleuchtete den Seeweg für eine detailgetreu nachgebaute Fregatte mit Kanonen.

In den Jahren 2006 bis 2007 wurde der Leuchtturm saniert und erhielt auch eine Befeuerung, die allerdings nur zu besonderen Anlässen eingeschaltet wird.

Das Muster aus roten Rechtecken mit weißen Fugen ist nur eine Bemalung, welche die norddeutsche Backsteinarchitektur nachahmen soll. Aus der Ferne betrachtet, erscheint der Leuchtturm rosarot. Eine stählerne Wendeltreppe mit 74 Stufen im Inneren des Leuchtturms führt nach oben bis in das achteckige Lampenhaus mit seinen hohen Fenstern. Auf dem achteckigen, geschwungenen Kupferdach befindet sich eine goldenfarbige Wetterfahne.

Der Turm ist nach dem Mangenturm in Lindau der zweitälteste Binnenleuchtturm in Deutschland. Er ist 120 Jahre älter als beispielsweise der Heliosturm in Köln-Ehrenfeld und war bis zur Errichtung des Leuchtturms am Bärwalder See in der Oberlausitz im Jahr 2011 der einzige Binnenleuchtturm in Sachsen.

Der Leuchtturm ist heute eine Touristenattraktion und kann im Rahmen von Führungen von Mai bis Oktober jeweils sonntags von 11 bis 16 Uhr besichtigt werden. Die Führungen dauern etwa 20 Minuten.

 

 

 

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