Leuchtfeuer St. Bartholomä

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Typ: Ansteuerungsfeuer & Nebelfeuer

Leuchtfeuer St. Bartholomä

Position:

47°32'38" N - 12°58'22" E

Höhenlage:

603 m ü.d.M.

Optik: Drehspiegelfeuer & Gürtelleuchte
Fotos: August 2017

Dieses Leuchtfeuer steht auf dem Anlegesteg in St. Bartholomä am Königssee. Die Elektroboote der Bayerischen Seenschifffahrt GmbH fahren seit 1909, solange es die Eisverhältnisse zulassen, das ganze Jahr über von Schönau über den kristallklaren Königssee zur weltberühmten Wallfahrtskirche St Bartholomä an der Watzmann-Ostwand. Die Elektroboote gleiten bei der Überfahrt nach St. Bartholomä ca. 35 Minuten lautlos über das smaragdgrüne Wasser.

Die beiden Leuchtfeuer sind ein grün strahlendes Ansteuerungsfeuer und ein orangenes Nebelfeuer. Bis 2014 gab es kein Ansteuerungsfeuer und das Nebelfeuer leuchtete weiß. Danach rüstete man auf ein orangenes Drehspiegelfeuer um, so wie die am Bodensee benutzten Sturmwarnfeuer, darunter wurde das Ansteuerungsfeuer installiert.

Das Aussenglas der Hugentobler Hafenleuchte ist als Gürtellinse ausgeführt. Dadurch wird das Licht gebündelt und die Sichtbarkeit erhöht. Mit einer Innenblende kann der sichbare Bereich eingestellt werden.

Tief eingebettet zwischen steil aufragenden Felswänden liegt der 7,725 km lange Königssee mitten im Alpen-Nationalpark Berchtesgaden. Er hat eine Fläche von 5,22 Quadratkilometer und ist mit einer Wassertiefe von 190 m Deutschlands dritttiefster See. Der langgestreckte Gebirgssee ist der sauberste See Deutschlands mit dem Prädikat "Trinkwasserqualität".

Der Königssee wird hauptsächlich durch den vom südöstlich gelegenen Obersee kommenden Saletbach gespeist.

Private Boote und das Tauchen sind am Königssee verboten. Jedoch können Ruderboote bei der Schifffahrt Königssee gemietet werden.

Die Wassertemperatur erreicht im Sommer maximal 18 Grad an der Wasseroberfläche. Ab einer Tiefe von 20 m beträgt die Wassertemperatur ganzjährig 4 Grad. Wer hier schwimmen will, der springt als König ins Wasser und kommt als Königin wieder heraus.

Ansteuerungsfeuer St. Bartholomä

Jährlich am Samstag nach dem 24. August, dem Bartholomäustag, findet eine Wallfahrt von Maria Alm nach St. Bartholomä statt.

Frühmorgendlicher Ausgangspunkt ist das Riemannshaus. Traditionell wird hier nach dem ca. dreistündigen Aufstieg von Maria Alm eine Bergmesse gefeiert. Weiter geht es dann durch das Steinerne Meer in Richtung Funtensee, dann im Zickzack die Kehren der Saugasse hinab bis zum Königssee und St. Bartholomä. Dort werden die Wallfahrer nach rund zehnstündigem Marsch schon von den Berchtesgardener Holzknechten am Eisbach erwartet.

Am Tag nach der Wallfahrt ist St. Bartholomä nach der Feldmesse Schauplatz des Kirchweihfestes, an dem auch die Almer Musikkapelle teilnimmt.

Zum Abschluss der Wallfahrt hängen ihre Mitglieder noch heute einen Kranz an das Gedenkkreuz an der Felswand, wo am 23. August 1688 bei einer Floßüberfahrt 70 Personen ertranken.

Die Wallfahrt wurde bis in die 1920er Jahre als gesellige Sache aufrechterhalten. Der vorläufige Niedergang kam mit den politischen Wirren und der Krise der Zwischenkriegszeit. Erst 1951 begann auf Initiative der Almer Musikkapelle und einiger überzeugter "Bartlmä-Geher" wieder der Brauch der Wallfahrt nach St. Bartholomä.

Nebelfeuer St. Bartholomä

 

 

 

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