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Kennung:
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F WRG W 135°-142°, G -150°, W -152°,
G -174,6°, R 180,5°-191°, W -213°,
R -225°, W 286°-303°, G -314°
Fl WG 3 s
0,8+(2,2) s G 174,6°-175,5°, W -176,4°
Fl(2) W 9 s
0,8+(2,2)+0,8+(5,2) s 177,4°-180,5°
Oc W 6 s
1+(5) s 176,5°-177,4° |
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Der rote Leuchtturm mit weißem Band steht auf dem Watt in der
Nähe des Leitdammes. Der runde Turm mit einem Durchmesser von 8,5 m
am Fuß wurde auf einer Gründung
von 112 Holzpfählen mit einer Länge von ca. 8 m und einem
Durchmesser von 30 cm im Durchmesser errichtet. Gegen den
Bohrmuschelbefall wurden die Pfahlköpfe mit einer Tonrohrummantelung
versehen. Eine
1.600 Watt starke Xenon-Hochdrucklampe sorgt für eine Lichtstärke von 151.500 Candela.
Die Lampe wird alle 2000 Betriebsstunden gewechselt. Das Leuchtfeuer
kennzeichnet das Fahrwasser in der Innenjade von der Geniusbank bis
Wilhelmshaven und leitet die Schiffe in die Häfen von Dangast, Varel, und
Wilhelmshaven. Der Leuchtturm erhielt seinen Namen nach der Insel Arngast, die
1905 einer Sturmflut zum Opfer fiel. Der Leuchtturm war bis 1968 mit
drei Leuchtturmwärtern besetzt. Seitdem erfolgt die Fernsteuerung
von der Schaltstelle in Wilhelmshaven.
Der Jadebusen hat mit 3,7 Metern den höchsten Tidenhub an der deutschen Küste.
Die Wattwanderung zum Leuchtturm Arngast gilt als die härteste der Nordseeküste
und lockt unerschrockene Draufgänger aus aller Herren Länder an. In dem
Schlickwatt kostet jeder Schritt Kraft. Wanderer, lass dich nicht täuschen! Als
Entfernungsmesser dient deine Uhr, gilt die Zeit, das Gesetz der Tide. Am
besten, man bricht mit auslaufendem Wasser auf und wenigstens beim ersten Mal
mit kundigem Führer. Dann bleibt genügend Zeit, die Schönheiten des Watts zu
studieren. Nach der Schlickzone und dem Durchwaten der Priele, die bei Flut
gefährlich hoch anschwellen, beginnt die feinkörnige Sandwüste. Wer es lieber etwas gemütlicher haben
möchte fährt ab Dangaster Hafen mit der Etta von Dangast zum Leuchtturm.
Am 07. Juli 2011 kam eine 55-Cent Sonderbriefmarke mit dem Motiv des Arngaster
Leuchtturms heraus. |