Richtfeuer Jappensand

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Typ: Unterfeuer

Unterfeuer Jappensand

Internationale Nr. B1161
Deutsche Nr. 319360
Position: 53°31’08’’ N - 08°11’29’’ E
Kennung: Iso W 3 s
Bauwerkhöhe: 21 m
Feuerhöhe: 15 m (MHW)
Tragweite: 17 sm
Optik: Präzisionsfeuer
Richtfeuerlinie: 166,7°
Betriebszeit: 6. Juni 2012 -

Der rote Feuerturm mit zwei weißen Bändern hat einen Rohrdurchmesser von 3 m. Am Unterfeuer befinden sich drei Dalben, an denen Schiffe für Wartungsarbeiten anlegen können. Das Gründungsrohr hat man 21 Meter tief ins Watt getrieben.

Typ: Oberfeuer

Oberfeuer Jappensand

Internationale Nr. B1161.1
Deutsche Nr. 319361
Position: 53°30’22’’ N - 08°11’47’’ E
Kennung: Iso W 3 s
Bauwerkhöhe: 44 m
Feuerhöhe: 38 m (MHW)
Tragweite: 20 sm
Optik: Präzisionsfeuer
Betriebszeit: 6. Juni 2012 -
Fotos: August 2014

Der rote Turm mit zwei weißen Bändern hat einen Rohrdurchmeser von 3,4 m. Er steht 1480  m vom Unterfeuer entfernt auf dem Jappensand. Das Gründungsrohr wurde 27,5 Meter ins Watt getrieben.  Auch am Oberfeuer können Schiffe für Unterhaltungs-  und Wartungsarbeiten an drei Dalben anlegen.

Durch die Verlegung der Fahrrinne im Bereich des Jade-Weser-Ports musste die Richtfeuerlinie entsprechend angepasst werden. Dazu wurden auf dem Jappensand zwei neue Richtfeuertürme errichtet. Mit dieser Änderung wurde die vorhandene Richtfeuerlinie Eckwarden gelöscht.
Die Präzisionsfeuer sind mit speziellen Zylinderstreuscheiben aus PMMA ausgestattet. Die Feuer werden über Seekabel mit Strom versorgt. Im Falle eines Stromausfalls ist ein Notstromaggregat mit einem 1400 Liter Dieseltank in einem Leuchtturm installiert. Die Baukosten der Richtfeuerlinie Jappensand betrug 3,9 Millionen Euro.

Die neue Fahrrinne bietet Containerschiffen bis zu einem Tiefgang von 16,5 m eine tideunabhängige Fahrt bis zum Jade-Weser-Port. Damit können im östlichsten Tiefwasserhafen Europas die neuesten Containerschiffe mit über 12.000 TEU (TEU = 20-ft-Container) Ladekapazität anlegen.

Die Containerschiffe laden mehr Kisten auf als unter Deck. Damit die Container im Seegang oder bei überkommender See an ihrem Platz bleiben, werden sie an den Stirnseiten durch festinstallierte Zellgerüste oder mobile Laschsysteme gesichert. Zum einen werden die Eckbeschläge der Container durch zapfenförmige sog. Twistlocks, die durch Drehung um 99 Grad geöffnet oder geschlossen werden, sowohl mit den Sockeln auf dem Deck wie auch untereinander verriegelt. Zweitens werden zur Sicherung Zurrstangen und Spannschrauben eingesetzt, die in die Ecken der Container und in Zurraugen an Deck greifen. Schließlich werden noch die in der oberen Lage an Deck gefahrenen Container durch Spannschrauben (sog. Bridgefitter) zu einem einzigen großen Block miteinander verbunden.

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