Leuchtturm Darßer Ort

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Typ:

Orientierungsfeuer, Warnfeuer

Leuchtturm Darßer Ort

Internationale Nr. C1440
Deutsche Nr. 216000
ARLHS: FED 070
Position: 54°28'23" N - 12°30'10" E

Kennung:

Fl (2+4) 22 s
Bauwerkhöhe: 35,4 m
Feuerhöhe: 33 m
Optik: 6-fach Anordnung mit Blender
Brennweite = 700 mm
Betriebslichtstärke: 320.000 Candela
Tragweite: weiß 20 sm
Betriebszeit: 01.01.1849 -
Foto: September 2011

Der rote runde Ziegelturm mit Laterne und brauner Kupferkuppel steht an der Nordwestspitze der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Daneben steht das alte Wärterhaus, in dem sich heute die Ausstellung "Natureum" befindet.

Bei Stromausfall steht eine Notstromversorgung ADS-38 zur Verfügung. Etwa dort, wo der Leuchtturmweg auf den Weststrand trifft, geht der Abtragungsbereich allmählich nach Norden in die Anlandungszone de Darßer Ortes über.

Im Süden, links vom Leuchtturmweg, weicht das Ufer bei Sturmhochwasser immer weiter zurück. Bei auflandigem Wind wird der Sand landeinwärts getrieben und bildet die Dünen. Unmittelbar in Strandnähe liegen die Weißdünen. Sie sind nährstoffarm und nur mit Strandhafer bewachsen. Landeinwärts wachsen auf den etwas nährstoffreicheren Graudünen verschiedene Zwergsträucher. Einzelne Kiefern deuten den Übergang zu den Braundünen an.

Geschichte:

Die Ostsee vor Darßer Ort ist reich an Untiefen und gefährlich für die Schifffahrt. Daher wurde bereits 1817, kurz nach der Eingliederung Vorpommerns in das Königreich Preußen, mit den Untersuchungen zum Bau eines Leuchtturmes am Darßer Ort begonnen. Nach der Festlegung des Bauprogramms für die Leuchttürme an der vorpommerschen Küste in den Jahren 1839 bis 1843 gab der preußische König 1845 die Genehmigung für den Bau des Turmes. Er wurde im Herbst 1848 fertig gestellt und wenig später in Betrieb genommen. Damit ist er - nach dem "Schinkel-Turm" auf Kap Arkona - der zweitälteste Leuchtturm an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern und gleichzeitig der älteste, der heute noch betrieben wird.
Im Jahre 1936 baute man das bis dahin mit einem Petroleum- bzw. Glühlicht betriebene Leuchtfeuer auf elektrischen Betrieb um. Bis 1978 war der Turm mit Leuchtturmwärtern besetzt. Seither arbeitet das Leuchtfeuer automatisch mit Funkfernsteuerung.

Der Leuchtturm wurde 1974 auf einer 20 Pfennig Briefmarke der ehemaligen DDR abgebildet.
Der Turm und das Gehöft sind Eigentum des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund und stehen unter Denkmalschutz. Im Jahr 1990 erfolgte eine Instandsetzung der Kuppel und des Mauerwerks. 1994 wurde der Turm innen restauriert und die Treppen saniert.
Seit 1991 werden die Gebäude vom Deutschen Museum für Meereskunde und Fischerei als Außenstelle "NATUREUM Darßer Ort" genutzt. Seit März 1995 kann der Leuchtturm - nach einer Pause von 33 Jahren - wieder bestiegen werden. 134 Stufen führen auf die Aussichtsplattform.

 

Anfahrt:

Parkplatz an der Ecke Regenbogenstraße / Bernsteinweg. 4 km zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch einen Waldweg (beschildert).

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