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Der Leuchtturm Warnemünde ist ohne Zweifel eine architektonische
Besonderheit. Seit 1898 sendet er sein Licht und führt die Seeleute sicher
in den Rostocker Hafen. Die charakteristischen Blitze des Leuchtturms sind
noch aus einer Entfernung von 20 Seemeilen zu sehen.
Das Feuer wurde zuerst durch einen Petroleumbrenner mit
fünf Dochten erzeugt. Durch die Verwendung eines Glühstrumpfes ab 1911
konnte man die Lichtstärke um das achtfache erhöhen. Sechs Jahre später
stellte man das Feuer auf Gasglühlicht um. Im Jahr 1919 wurde der Turm
elektrifiziert und eine 1000 Watt Scheinwerferlampe als Lichtquelle
eingebaut. Heute erzeugt eine 250 Watt Halogenmetalldampflampe eine
Lichtstärke von 627.000 Candela. 1978 wurde der Leuchtturm Turm
automatisiert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg musste der Turm insgesamt
dreimal umfangreiche Sanierungsmaßnahmen über sich ergehen lassen. Seit 1993
erstrahlt der Turm in nun in seinem altem Glanz.
Viele Touristen steigen jährlich die 135 Granitstufen, um die obere
Aussichtsplattform in 25 m Höhe zu erklimmen, von wo aus man bei einer
frische Brise einen schönen Ausblick auf das Ostseebad, den Hafen und die
Mündung der Warnow hat. Der Leuchtturm ist von Mai bis September täglich von
10.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet.
Am 07. Mai 1974 erschien in der ehemaligen DDR eine 15
Pfennig Briefmarke mit dem Leuchtturm als Motiv. Den Entwurf dazu lieferte
der Grafiker Jochen Bertholdt. Am 3. Juli 2008 brachte die Deutsche Post
eine 45 Cent Briefmarke mit dem Warnemünder Leuchtturm heraus.
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