Die Emschermündung in den Rhein

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Emschermündung in Dinslaken Emscher-Wehr
Position: 51°33'47" N - 06°41'23" E
Stromkilometer: 797,70
Fotos: Dezember 2020
Die Emscher fließt etwa 80 Kilometer von ihrer Quelle in Holzwickede nahe Dortmund, bis sie in Dinslaken in den Rhein mündet. Jahrelang musste die Emscher, die  als sauberes kleines Bächlein entspringt, samt ihren Nebenläufen als Kloake des Ruhrgebiets und seiner Industrien herhalten, als System offener Abwasserkanäle von über 350 km Länge. Infolgedessen stank die Emscher zum Himmel. Mit der Nordwanderung bzw. sogar dem Verschwinden des Bergbaus wurden die Abwässer in unterirdische Kanäle verbannt und vorhandene Wasserläufe renaturiert.

An einigen Stellen ist es bereits gelungen. Mit den Landschaftsparks Duisburg-Nord, Mechtenberg, Bladenhorst und Seske wurden weitere ökologische Akzente gesetzt. Weitere Naherholungsgebiete wurden geschaffen und auf dem Emscher Park-Radweg lässt sich in natürlicher Umgebung von Duisburg bis nach Bergkamen zwischen alter Industrieromantik und Naturidylle radeln. Der Radweg verläuft größtenteils auf ehemaligen Bahntrassen, Ufer- und Waldwegen oder Nebenstraßen.

Emscher-Wehr

Noch stürzt die Emscher n Dinslaken am Stapp über ein rund sechs Meter hohes Wehr brausend in den Rhein. In diesem Mündungsbauwerk ist eine Turbine eingebaut, die vom Emscherwasser angetrieben und für die Stromerzeugung genutzt wird. Dieses Wehr können Fische und andere Lebewesen nicht passieren.

Emscher-Wehr

Die Emschermündung in den Rhein musste 1910 wegen der Bergsenkungen weiter nach Norden verlegt werden. 1949 wurde sie ein zweites Mal weiter nach Norden verlegt, weil sie durch weitere Bergsenkungen nicht mehr genügend Gefälle hatte.
2014 begann die EMSCHERGENOSSENSCHAFT mit der Verlegung der Emschermündung etwa 500 Meter weiter Richtung Norden, wo ein naturnaher Mündungsbereich mit einer natürlichen Auenlandschaft geschaffen wird.
Die rund 20 Hektar große idyllische Aue beinhaltet gleichzeitig einen Hochwasserrückhalteraum mit einem Fassungsvolumen von knapp 1,3 Millionen Kubikmeter. Damit die Emscher sanft in den Rhein fließen kann, wird der Höhenunterschied durch eine Sohlgleite ausgeglichen. Dazu werden rund 30.000 Kubikmeter Bodenmassen ausgehoben und abtransportiert. Damit die neue Mündung nicht weggespült wird, wurde der sandige Boden am Rheinufer mit Steinbrocken stabilisiert und an besonders kritischen Stellen hat man riesige Findlinge gesetzt.

Emschermündung

Nach Fertigstellung der neuen Emschermündung soll das alte Emscherwehr als Denkmal stehen und erhalten bleiben. Mitte September 2022 wird der alte Emscherdeich durchbrochen, so dass der Fluss in sein neues Bett fließen kann. An der Quelle hat der Umbau vor der drei Jahrzehnten begonnen an der neuen Mündung endet er nun.

 

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