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Nach dem Pegelstand Lobith wird die Wasserverteilung im Rhein-Maas-Delta
kontrolliert geregelt. Durch Sperrwerke und Wehre wird die Strömung an der
Rheingabelung bei Millingen so gesteuert, dass die Waal 67 % und der Nederrijn
33 % des Rheinwassers erhält. In Deutschland wird ein lokaler Pegelnullpunkt
(PNP) an einer Messlatte mit "0 cm" anzeigt. In den Niederlanden
dient das Normaal Amsterdams Peil (NAP) – im Deutschen als Amsterdamer
Pegel bezeichnet – als amtliche Höhenbezugsfläche für die Wasserstandsmessung.
Der Amsterdamer Pegel entspricht näherungsweise dem mittleren Meeresniveau der
Nordsee. Schon die preußische Landesaufnahme bezog ihre Höhen ab 1879 auf diesen
Punkt ("Normalnull" bzw. NN). Auch das moderne europäische Höhenreferenzsystem
(EVRS) nutzt das NAP als Nullniveau. Auf dem zentralen Vorplatz des
Königlichen Palastes in Amsterdam, wurde im Pflaster eine Plakette eingelassen,
die genau 1,4278 Meter über dem Nullpunkt (NAP +1,4278 m) liegt. Auf der
Metallplatte sind die Buchstaben "N P" für Nullpunkt sowie die drei Kreuze "XXX"
aus dem Amsterdamer Stadtwappen eingeprägt. Direkt unter der Plakette führt ein
Betonrohr tief in den Boden. Ein darin eingelassener Bolzen dient seit 1955 als
unterirdischer Hauptfestpunkt für das europäische Höhenmesssystem.
Wegen ausbleibenden Niederschlags hatte der Wasserstand am Pegel Lobith am 4. August
2026 mit 6,34 m den niedrigsten jemals gemessenen Wert seit Beobachtungsbeginn im Jahr 1866
erreicht.
Die Wasserstandsdaten der vergangenen 30 Tage am Pegel Lobith
werden von der niederländischen Behörde Rijkswaterstaat zur Verfügung gestellt.
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