Umrüstung auf LED-Straßenlaternen

Um Energie zu sparen, Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen, treibt die Stadt Hamminkeln in Zusammenarbeit mit Westenergie seit 2016 die Umrüstung ihrer Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik kontinuierlich voran. Für die Netzinfrastruktur hat die Stadt Hamminkeln Ende 2025 eine gemeinsame Stromnetzgesellschaft mit Westenergie gegründet.
Die Umrüstung auf LED-Technik hat nicht nur positive Auswirkungen LED-Straßenlaterneauf den Stromverbrauch, sondern auch auf die Reduzierung der Lichtverschmutzung, was auch die Gesundheit der Menschen positiv beeinflusst. Im Gegensatz zu den stromintensiven Natriumdampf-Hochdrucklampen mit ihrem Streulicht sind LED-Leuchten nach oben hin vollständig abgeschirmt und streuen nicht wahllos in alle Richtungen. Außerdem lässt sich das Licht mit den installierten LED-Leuchten auch besser auf Straßen und Gehwegen konzentrieren. Hierdurch wird die Streuwirkung auf Vorgärten und Häuserfassaden vermindert.
Zudem ist die neue Technik durch die geringere UV-Strahlung äußerst insektenfreundlich. Wegen dem fehlenden Blaulichtanteil werden weniger Insekten angezogen, da die Facettenaugen der Gliederfüßer empfindlich auf UV-Strahlung reagieren. Anfangs wurden noch LED-Leuchten mit einer Farbtemperatur von 4000 K (neutralweiß) verbaut, neuerdings werden nur noch warmweiße Leuchten mit 3000 Kelvin oder wärmer benutzt.
Die energieeffizienten LED-Leuchten sind äußerst robust und haben eine hohe Lebensdauer von rund 60.000 Betriebsstunden, was die Wartungskosten reduziert. Ein weiterer Vorteil gegenüber Leuchtstoff- und Gasentladungslampen ist, dass sie nicht im Sondermüll entsorgt werden müssen, sondern wegen ihrer elektronischen Bauteile als Elektroschrott umweltschonend wiederverwertet werden können.
Die Umrüstung auf die neue LED-Technik erfolgt vorrangig dort, wo noch die alten Quecksilberdampfhochdrucklampen verbaut sind, da diese Leuchtmittel seit 2015 in der EU nicht mehr verkauft werden dürfen. Außerdem bietet sich hier das größte Energieeinsparpotential. In neu erschlossenen Baugebieten wird die LED-Technik grundsätzlich sofort angewendet.
Von den 3188 Straßenleuchten auf Hamminkelner Stadtgebiet wurden bereits 2288 (72%) auf die neue Technik umgerüstet. Dabei wurde die Beleuchtungsstärke auf ein sicherheitsrelevantes und energiesparendes Minimum gemäß entsprechender DIN-Normen ausgelegt. Bei 2113 Straßenleuchten wurden die alten Lampenköpfe an den Masten sukzessiv abgenommen und mit neuen LED-Leuchten bestückt. Bei 175 Laternen hat man in die alten Lampenfassungen allerdings vorerst nur LED-Retrofit-Leuchtmittel eingesetzt.
Durch den Umbau werden rund 200.000 kWh an Strom bzw. 70.000 Euro an kommunalen Kosten pro Jahr eingespart. Die Umrüstung amortisiert sich schon nach wenigen Jahren. Die verbleibenden 28 Prozent bzw. 900 Straßenlaternen sollen in den folgenden Jahren auch auf LED-Technologie umgerüstet werden.
An vielen Stellen in der Kommune erfolgt ab 23 Uhr eine Nachtabsenkung durch die Reduzierung der eingeschalteten Phasen auf eine sogenannte Halbnachtschaltung. Durch einen Impuls reduziert die Leuchte ihre Leistung auf 50 Prozent.
Die Beleuchtungseffizienz wurde in bestimmten Bereichen, wie Teilen der Diersfordter Straße, sowie den Außenbereichen der Gesamt- und Grundschule zusätzlich durch intelligente, dimmbare Leuchtsysteme des Leuchtenherstellers Trilux gesteigert, die ihre Leistung nachts auf 30 Prozent reduzieren.
Am Feuerwehrgerätehaus und am Kreisverkehr gibt es als Pilotprojekt eine sogenannte Alarmbeleuchtung, die bei einem Einsatzsignal der Kreisleitstelle für 20 Minuten automatisch die Beleuchtungsstärke von einem sicherheitsrelevanten Minimum von 10 Lux auf 50 Lux hochfährt, was sich bei Bedarf auch manuell verlängern lässt. Die Feuerwehrhäuser in den anderen Ortsteilen sollen zu einem späteren Zeitpunkt auf die gleiche Weise umgebaut werden.
Defekte Straßenlaternen können per gebührenfreier Hotline unter der Nummer 0800 - 4112244 (Westenergie/Helios) gemeldet werden. Dabei muss der Straßenname und die Laternennummer, die am Mast angebracht ist, angegeben werden. Alternativ kann man Störungen auch auf der Webseite von Westenergie/Helios melden, indem die entsprechende Leuchte auf der Karte angeklickt und eine Fehlermeldung verfasst wird.

Letzte Aktualisierung: 27. August 2026