Argandsche Lampe

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Argandsche-LampeDer schweizer Physiker und Chemiker Aimé Argand entwarf 1784 die nach ihm benannte Argand-Lampe mit einem Runddocht, die die Leuchtturmbefeuerung revolutionierte.
Diese Öllampe mit Runddocht verbesserte die Lichtleistung deutlich. Ein flacher, aber breiter Baumwolldocht wird von unten aus dem Brennstofftank in den Brennraum eingeführt und tritt ringförmig aus. Die Flammenluft wird sowohl von außen als auch von innen durch den Docht zugeführt, sodass durch die größere Sauerstoffzufuhr eine höhere Brenntemperatur erreicht wird und zu einer fast vollständigen Verbrennung mit weniger Rußbildung führt.
Die Aufgabe des Dochtes besteht darin, den Brennstoff zur Flamme zu transportieren. Dies geschieht durch Ansaugen des flüssigen Brennstoffs mittels Kapillarwirkung. Mit einem Drehmechanismus richtig eingestellt, verbrennt der Brennstoff mit einer klaren Flamme, ohne zu rußen und nahezu vollständig, ohne dass der Docht verbraucht wird. Mit zunehmender Dochtbreite steigt die Menge des in die Flamme gesaugten Brennstoffs, wodurch diese größer und heller wird.
Argands Bruder entdeckte vermutlich zufällig den Effekt, dass ein übergestülpter Glaszylinders über die schlauchartig hohle Flamme des Brenners den Brennvorgang beruhigte. Dies stellte einen bedeutenden Durchbruch dar. Spiegel und Linsen konnten nun, ohne zu verrußen, verwendet werden, um das Licht zu bündeln und zu lenken, beispielsweise für die Leuchtturmbefeuerung.
Der Franzose L’Ange verbesserte den schlichten Glaszylinder, indem er den Glaskamin ab der Flammenhöhe enger gestaltete. Damit erhöhte sich der äußere Luftzug an der Flamme noch stärker.
Als Brennstoff verwendete man anfangs Rüböl, das aus Raps hergestellt wurde, später mit preiswertem Steinöl (Petroleum). Die Argandsche Lampe war die Standardlichtquelle im 19. Jahrhundert.
Im Jahr 1800 entwickelte Carcel den Brenner weiter und stattete ihn mit einer Ölpumpw und mehreren Dochten aus. Rundbrenner und Lampengläser werden noch heute in Petroleumlampen eingesetzt.

 

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