Leuchtturm Ölands Södra Grund

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Internationale Nr. C7284 Leuchtturm Ölands Södra Grund
Schwedische Nr. 553600
NGA-Nummer: 116-7724
ARLHS-Nummer: SWE 299
Position: 56°04'02"N - 16°40'06"E
Kennung: LFl W 8s / 4 Q W
Bauwerkshöhe: 35,20 m
Feuerhöhe: 33,20 m
Tragweite: 9 sm
Racon: — — — (O),  17 sm
Inbetriebnahme: 1950
Foto: Eduard47 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Leuchtturm Ölands Södra Grund, auch als Ölands rev bezeichnet, liegt etwa 12 Seemeilen südöstlich der Südspitze von Öland.

Der Leuchtturm befindet sich in der Verkehrstrennungszone, weshalb Schiffe in Richtung Norden östlich und Schiffe in Richtung Süden westlich den Leuchtturm passieren müssen.

Dies war Schwedens erster bemannter Senkkastenleuchtturm. In den Jahren 1947/48 wurde der Senkkasten in einem Trockendock in Karlskrona gefertigt. Der Betonsenkkasten hat einen Durchmesser von 20 m und ist durch radiale Schotten in acht Kammern unterteilt.
Am 12. Mai 1949 wurde der Caisson bei gutem Wetter an seinem Standort positioniert und am Grund verankert. Anschließend wurde die dünne Außenschale mit einer stärkeren inneren Betonschale verstärkt, um dem Druck von Wellen und Eis standzuhalten. Mithilfe eines Sandsaugers wurde er bis zu einer Höhe von 12 m mit Seesand aufgefüllt.
Die weiteren Bauarbeiten vor Ort dauerten bis Ende 1950 an. Danach konnte der Leuchtturm in Betrieb genommen werden und die erste Leuchtturmbesatzung konnte einziehen. Der Leuchtturm Ölands Södra Grund ersetzte die Feuerschiffstation Ölandsrev, die hier seit 1919 in Betrieb war.
Ursprünglich erfolgte die Stromversorgung durch Gleichstrom mittels lokaler Dieselgeneratoren. Die Planlinse dritter Ordnung wurde von einem Elektromotor angetrieben. Bei klarem Wetter wurde das Leuchtfeuer mit einer 250-W-Glühlampe betrieben, bei schlechter Sicht mit einer 1000-W-Glühlampe. Das Nebelsignalsystem bestand aus zwei Nautophonen. Es wurde von einem Wechselrichter gespeist, der Gleichstrom in 150-Hz-Wechselstrom umwandelte. Das Signal bestand aus einem kurzen und einem langen Ton alle 30 Sekunden.
1962 wurde der Gleichstrom durch Wechselstrom (380/220 V) ersetzt. Dieser wurde vor Ort mit drei dieselbetriebenen 33,5-kVA-Generatoren erzeugt, die für den automatischen Betrieb ausgestattet waren. Als Beleuchtung wurde auch bei klarem Wetter eine 1000-W-Glühlampe verwendet. 1968 bekam die Laterne eine kleine Linse 3. Ordnung (750 mm Ø).
In den Jahren 1969–1970 wurde der Leuchtturm mit einem 6-kV-Stromkabel an Landstrom angeschlossen. Die Laterne wurde mit einem Hubschrauberlandeplatz ausgestattet. Die Leuchtturmlinse hat man durch eine Schlitzsektorlampe mit 96 versiegelten Scheinwerfern ersetzt. Das röhrenbetriebene, kreisförmige Funkfeuer wurde durch ein transistorisiertes ersetzt.
1993 wurde der Leuchtturm auf Solarbetrieb umgerüstet. Die Umrüstung war aufgrund eines Kabelbruchs dringend notwendig. Das Sealed-Beam-Leuchtfeuer wurde durch zwei neue Laternen ersetzt, die jeweils an jeder Seite des Leuchtturms unterhalb des Hubschrauberlandeplatzes angebracht wurde. Jede Leuchte wurde von vier Solarmodulen mit Strom versorgt. Die Fassadenbeleuchtung erfolgte durch vier LED-Laternen, die ebenfalls von Solarmodulen gespeist wurden. Die Belüftung und die Innenbeleuchtung des Leuchtturms werden ebenfalls mit Solarenergie betrieben. Die Nebelsignalisierung mit zwei Nautophonen wurde 1993 eingestellt.
Heute verfügt der Leuchtturm über zwei synchronisierte Leuchtfeuer, die jeweils nordöstlich bzw. südwestlich am Turm angebracht sind. Vier Nahbereichslichter (Q W 2,8 M) befinden sich im unteren Bereich des Leuchtturms.

 

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