Leuchtturm Bielenberg

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Typ: Quermarkenfeuer Leuchtturm Bielenberg
Position: 53°45'04" N - 09°26'01" E
Elbe-km: 670
Kennung: Fl(2) WRG 20 s
Optik: Gürtellinse
Sektoren: G 3,7°- 57°,  W -77,6°,  R -111°
Bauwerkshöhe: 15,30 m
Feuerhöhe: 13,50 m über mittlerem Hochwasser
Tragweite: weiß 11 sm, rot 8 sm, grün 6 sm
Betriebszeit: 01.11.1907 bis 1969
Foto: Mai 2018

1907 wurde etwa vier Kilometer südlich von Glückstadt auf einem Wärterhaus in Bielenberg ein weißer, viereckiger Turm mit runder Laterne errichtet. Das Feuer wurde zunächst mit einer eindochtigen Petroleumlampe und Otternblenden betrieben. 1926 wurde auf eine Flüssiggas-Glühlichtanlage umgestellt.

Das Quermarkenfeuer Bielenberg markierte die Kursänderung von der Richtfeuerlinie Brokdorf-Hollerwettern in die Richtfeuerlinie Krautsand. Die Bauweise des Leuchtturms ist ähnlich wie bei den Leuchttürmen von Hollerwettern, Juelssand, Lühe und Mielstack. Die Laterne und der Wachraum wurden 1970 von dem Gebäude abgebaut. Das restliche Gebäude befindet sich heute in Privatbesitz und ist bewohnt.

Einige Meter nebem dem Wohnhaus wurde 1968 ein neuer, rot-weiß gestreifter Leuchtturm errichtet. Der Turm bestand aus einem geschweißten Stahlskelett mit einer Außenhülle aus Glasfaserkunststoff (GFK). Der Vorteil dieser Konstruktion lag in dem niedrigen Gewicht und der Korrosionsbeständigkeit gegenüber dem rauhen Seeklima. Außerdem konnte der Turm gleich bei der Herstellung mit den erforderlichen Signalfarben eingefärbt werden, so dass weitere Anstricharbeiten entfielen. Als Leuchte diente eine Siemens Doppellaterne mit einer 300 mm Glaslinse und einer 220 V/250 W Glühfadenlampe. Die Stromversorgung erfolgte über ein Erdkabel vom rund drei Kilometer entfernten Leuchtturm Steindeich.

Typ: Quermarkenfeuer Quermarkenfeuer Bielenberg
Position: 53°45'04" N - 09°26'02" E
ARLHS: FED 283
Kennung: Fl(2) WRG 20 s
Optik: Doppellaterne mit Pressglaslinse
Sektoren: G 4,2°- 56,6°,  W -77,2°,  R -110,5°
Bauwerkshöhe: 19,86 m
Feuerhöhe: 20,00 m ü.MThw
Tragweite: weiß 10 sm, rot 7 sm, grün 6 sm
Betriebszeit: Mai 1969 bis April 1982
Foto: Mai 2018
Der Leuchtturm wurde 1987 zurückgebaut. Das ein Meter dicke Stahlbetonfundament des ehemaligen Feuerträgers hat einen Durchmesser von sechs Metern und ist heute noch erkennbar.

 

 

 

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